Begriffserklärungen


Begriffserklärungen


  • Content Management System / CMS
    Softwaresystem für das Erstellen, Pflegen und Zusammenführen von Inhalten. Die Ausgabe kann auf verschiedenen Medien erfolgen. Beispiele für mögliche Ergebnisse sind Kataloge, Bücher, Preislisten, Technische Dokumentation, CD-ROM, Webseiten, PDF.

  • Redaktionssystem
    In der Praxis sind die Begriffe CMS und Redaktionssystem austauschbar. Von Redaktionssystem spricht man meist bei kleineren Varianten von CMS. Der Begriff rührt daher, dass die Inhalte meist von Redaktionen bzw. redaktionellen Mitarbeitern gepflegt werden.
Abkürzungen und Begriffe im Detail

  1. ECMS
    Enterprise Content Management System

    Eine "große" Variante eines CMS. Sehr komplex und benötigt in der Regel eine hohe Einarbeitungszeit. Ein Schwerpunkt ist die Anbindung an andere, meist betriebswirtschaftliche, Systeme. ECM-Systeme werden unter anderem in der Informationswirtschaft eingesetzt um die Verfügbarkeit und Verteilung von Informationen (d.h. genaugenommen "Content") in einem Betrieb zu gewährleisten. Meist kann der Lebenszyklus der Inhalte kann durch einen vordefinierten Workflow genau vorgegeben werden.

    1. DMS
      Dokumenten Management System

      Verwaltet Dokumente. Möglichst alle Dokumente eines Unternehmens sollen zentral verwaltet werden. Jeder Mitarbeiter soll von seinem Arbeitsplatz Zugriff auf alle für ihn relevanten Dokumente über eine einheitliche Schnittstelle erhalten. DMS wird oft in Zusammenhang mit dem papierlosen Büro genannt.

    2. KMS
      Knowledge Management System

      Ähnlich wie DMS, jedoch nicht auf Dokumente beschränkt. Generell wird versucht alle relevanten Informationen zu erfassen. Hauptpunkt ist die Suchfunktion um das gespeicherte Wissen (Knowledge) verfügbar zu machen. Auch Funktionen die ein automatisches oder halbautomatisches Befüllen des Systems ermöglichen sind oft Bestandteil. Z.B. sogenannte FAQ-Listen die durch den Kontakt der Serviceabteilung mit den Kunden entstehen.

  2. WCMS
    Web Content Management System

    Auf die Ausgabe im HTML-Format (also für Internet- und Intranetseiten) spezialisiertes CMS.

    1. WMS
      Website Management System

      Spezialisiertes System zur Pflege einer Website. Wird zur Betreuung von Internet- und Intranetseiten eingesetzt. Wichtiges Merkmal ist die Trennung von Inhalten und Gestaltung. Ein WMS erlaubt auf einfache Weise Änderungen an der Struktur, die Navigation bleibt dabei immer konsistent und wird jeder Änderung automatisch angepasst. Inhalte lassen sich leicht, meist direkt im Browser ändern oder hinzufügen. Die Gestaltung (Design) wird in der Regel über Vorlagen (Templates) gepflegt. Wobei sich Änderungen automatisch auf alle Inhalte auswirken die dieses Template benutzen. Der Unterschied zwischen WCMS und WMS lässt sich am ehesten so beschreiben: Bei einem WCMS wird vorhandener Content in Form einer Website gebracht. Bei einem WMS ist das Ziel eine Website, diese wird mit vorhandenem und neuem Content befüllt. Oft wird auch die Kurzbezeichnung Web Manager für ein WMS benutzt.

    2. Portal-System
      Ein Portal ist eine auf ein Thema spezialisierte Website. Sozusagen ein "Einstiegstor". Portalsysteme erlauben das einfache Betreiben einer solchen spezialisierten Homepage. Es sind z.B. Möglichkeiten vorhanden um Neuigkeiten zu dem Thema oder Linksammlungen einfach zu verwalten. Als Nachteil ist man dafür häufig eingeschränkt in der freien Gestaltung und muss sich der vorgegebenen Struktur unterordnen.

    3. Community-System
      Eine Internet-Community ist eine virtuelle Gemeinschaft. Hier stehen Möglichkeiten zum Meinungsaustausch der Benutzer im Vordergrund. Sogenannte Diskussionsforen oder -boards sind der wichtigste Bestandteil. Community-Systeme sind oft sehr stark auf diese Kernfunktionen konzentriert.

    4. Module
      Generell lässt sich jede beliebige Homepage mit eigenen Programmen (Scripten) erweitern. Diese werden hier unter dem Begriff Module zusammengefasst. Beispiele sind Gästebücher, Newsticker, Weblog, Diskussionsforen oder -boards. Der größte Nachteil beim Einsatz solcher externen Module ist die unterschiedliche Datenhaltung. Z.B. wird die eigentliche Homepage mit einem HTML Editor lokal gepflegt und die Daten per FTP übertragen aber die Einträge im Gästebuch erfolgen direkt am Server. Der Gesamtpflegeaufwand steigt so erheblich mit jedem eingesetzten Modul. Auch müssen die Berechtigungen für jedes Modul einzeln gepflegt werden.

Anmerkung:
Die Begriffe sind nicht fest stehend. Gerade Mischformen sind üblich. Z.B. kann eine Kombination ECMS / WCMS um Informationen aus betriebswirtschaftlichen Systemen im Intranet darzustellen. Oder ein WMS, das über Zusatzmodule mit Community-Funktionen ausgestattet werden kann um die Vorteile eines WMS mit denen eines Community-Systems zu verbinden.
Die Hersteller entsprechender Software denken bei der Auswahl des Begriffes in erster Linie an das Marketing. So wird ein einfaches WCMS mit der Zielgruppe Unternehmen >100 Mitarbeiter schon als ECMS bezeichnet. Der Begriff DMS ist gerade nicht "in", also nimmt man dafür ebenfalls den Begriff ECMS.


Begriffserklärungen

  • Content
    Jegliche Form von Inhalt. Neben kompletten Dokumenten spricht man von Content auch bei Teilinformationen eines Dokuments. Z.B. kann ein Dokument aufgeteilt werden in Layout, Struktur und den eigentlichen Inhalt. Weitere Informationen dazu unter "Dokument".

  • Dokument
    In der Betriebswirtschaftslehre spricht man von Dokument als unstrukturierte Information. Also im Prinzip alles was sich nicht in einer Datenbank speichern lässt. Das können einzelne Texte oder Bilder sein oder auch komplexe Berichte. Die wichtigste Unterscheidung zwischen Content und Dokument ist die, das ein Dokument bereits als Datei fertig vorliegt, wohingegen Content nur ein Teil eines ferigen Dokuments sein kann. In der Regel werden Dokumente als fertige Dateien betrachtet, z.B. ein gespeicherter Brief in einer Textverarbeitung.

  • Informationswirtschaft
    Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre. Die Informationswirtschaft beschafft und verwaltet alle notwendigen Informationen um Geschäftsentscheidungen treffen zu können.

  • DRT - Document Related Technologies
    Alle Technologien die sich um Dokumente drehen. Vom Erfassen (z.B. durch einscannen) bis zur Ausgabe. Da ein CMS in der Regel als Ergebniss auch Dokumente liefert gehört das auch zu diesem Bereich. Man unterteilt im allgemeinen diese Abschnitte im Lebenszyklus der Inhalte: Capture (Erfassen), Manage (Verwaltung/Nutzung), Store (Speichern), Preserve (Bewahren/Archivieren), Deliver (Ausliefern) und Distribution (Verteilung).


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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 30.07.2014 / 11:01:01
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